Jahresversammlung stellt Weichen für die Zukunft

Im Rahmen der Jahresversammlung vom 30. September 2021 wurden folgende Änderungen im Präsidium und Vorstand beschlossen:

Der Vorstand bedankt sich herzlich bei Boris Schwank für sein Engangement als Präsident während der letzten zwei Jahre und bei Heine Dietiker, dem Gründungsmitglied des FpW, für seinen langjährigen Einsatz als Wahlkampfleiter, Stratege und Urheber diverser Initiativen.

Nebst den Vorstandswahlen, standen auch die Nominationen der Kandidaten für die Gesamterneuerungswahlen an.

Die Weichen für die Zukunft sind gestellt.

Kostenlos Energie tanken

Am Mittwochabend während der Bewegungswoche nahm das Forum pro Wallisellen Bewegungshungrige mit auf den Vitaparcours im Walliseller Naherholungsgebiet. Nebst kostenloser Energie zu tanken, war es uns wichtig, die Gesundheit, den sozialen Spürsinn und die Geselligkeit zu fördern.

Trotz regnerischer Wetterprognose versammelten sich 10 unerschrockene Sportler beim Schützenhaus und wurden mit trockenen Bedingungen belohnt. Motiviert mit dabei waren auch unsere Gemeinderäte Verena Frangi Granwehr und Philipp Maurer sowie der Initiant des Walliseller Laufs und FpW-Vorstandsmitglied Stefan Cescutti. Gemeinsam testeten und genossen alle Teilnehmenden ihre individuelle Ausdauer, Beweglichkeit, Kraft und Koordination in der Natur.

Vom Schützenhaus ging es mit dem Velo direkt an den Start des Vitaparcours. Voller Tatendrang stürmten die Bewegungslustigen in den grössten, naturnahen „Fitness-Club“ im schönen Hardwald. Einige nahmen die Übungen etwas schneller in Angriff als die anderen, jeder in seinem Tempo und nach seinem Gusto. Gute Gespräche und ein reger Austausch hatten dabei allemal Platz, denn Spass muss sein.

Nach etwa 1,5h kehrten alle zufrieden und vollgetankt mit frischer, würziger Waldluft zurück. Wer am nächsten Tag den grössten Muskelkater hatte, bleibt ein Geheimnis, nicht aber das Fazit der Gruppe: Wir finden, es hat sich gelohnt!

kRPV angenommen

Wir sind sehr erfreut über die deutliche Annahme des kommunalen Richtplan Verkehr.

Der Kommunalen Richtplan Verkehr stellt die Weichen für ein verträgliches Wachstum des erhöhten Verkehrsaufkommens, welches mit der bereits laufenden Verdichtung und der damit wachsenden Bevölkerung seinen Lauf genommen hat.

Der neue Kommunale Richtplan Verkehr ist die Grundlage für eine massgebliche Verbesserung der Verkehrssicherheit in Wallisellen.

Flächendeckend Tempo30 ist ein richtiger und wichtiger Entscheid für die Sicherheit und die Umwelt und gegen die Lärmbelastung. Auch die vom Kanton geplante Velo-Schnellroute und ein effizientes und sicheres kommunales Velonetz sind das richtige Signal für die Zukunft.

30er Zonen in den Quartieren, der Ausbau von Buslinien und Velowegen stärken Verkehrsteilnehmer wie Kinder, Senioren und Velofahrer und erhöhen gleichzeitig die Lebensqualität in Wallisellen.

Insbesondere der starke Einbezug der Walliseller Bevölkerung im Entwicklungsprozess wurde vom FpW geschätzt. Insofern gilt es nun, auch bei der Umsetzung der Massnahmen politisch mitzuwirken.

Bericht Bezahlbarer Wohnraum

Der Vorstand des FpWs begrüsst den Bericht zum bezahlbaren Wohnraum.

Es ist ein guter Ansatz mit Investoren von Wohnbau-Genossenschaften gemeinnützige Wohnungen zu verwirklichen. Lenkungsinstrumente, wie zB Mindestanteil an preisgünstigen Wohnungen, nicht nur auf Gemeinde eigenen Grundstücken einzusetzen, ist im Sinne des Forum Pro Wallisellen. Die Gemeinde besitzt 117 Wohnungen. Beim Verkauf von Gemeinde-Liegenschaften besteht die Gefahr, dass gemeinnützige Wohnungen zugunsten der Deckung des Finanzbedarfs geopfert werden. Der jetzige Bestand muss in jedem Fall bewahrt oder mit Genossenschafts-Wohnungen kompensiert werden.

Einheitsgemeinde

Abstimmungsempfehlung – Zustimmung zur Einheitsgemeinde

Am 7. März 2021 endet ein langer Prozess, der Wallisellen zur Einheitsgemeinde geführt hat.
Bereits in den 70er- und 90er Jahren gab es konkrete Vorstösse in diese Richtung, die jedoch allesamt scheiterten. Dass es nun geklappt hat, liegt daran, dass sich diesmal beide Ortsgemeinden auf Augenhöhe an einem Tisch gegenüber sassen und Lösungen fanden, die beide Seiten zufrieden stellen.

Was ändert sich?

Vor allem die Institutionellen Änderungen fallen ins Gewicht. Der Gemeinderat besteht künftig aus 6 plus 1 Mitgliedern, also 6 die auf der Gemeinderatsliste gewählt werden plus das Schulpräsidium, welches zusammen mit der neu fünfköpfigen (statt 7) Schulpflege gewählt wird. Anders als in anderen Gemeinden behält die Schulpflege operative finanzielle Kompetenzen. Nachdem in einer Variantenabstimmung die Einführung eines Gemeindeparlamentes keine Mehrheit fand, hat man sich dazu durchringen können, die Kontrollkompetenzen der RPK auszuweiten. Künftig wird eine RGPK von 7 (statt 5) Mitgliedern, möglicherweise ausgestattet mit einem Sekretariat, Behörden und Verwaltung kontrollieren und unterstützen. Schade ist nur, dass im vorliegenden Entwurf noch keine Lösung dafür gefunden wurde, inwieweit die Interessen der Wählerschaft bei Firmen wahrgenommen werden können, die sich im Besitz der Gemeinde befinden.

Dennoch ist die neue Gemeindeordnung ein grosser Fortschritt, den das Forum pro Wallisellen zur Zustimmung empfiehlt.

Energiepolitik ist jetzt Gemeindeaufgabe

An der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember 2020 wurde Historisches beschlossen. Das vom Gemeinderat vorgeschlagene Prozesskonzept zur Umsetzung der Pariser Klimaziele wurde überdeutlich angenommen. Dank der erstmals nennenswert anwesenden Vertreter der Klimajugend wurden auch die Anträge von RPK, SVP und FDP, die sich gegen Verkehrssicherheit, Aufwertung des Hörnligrabens und Massnahmen gegen Lichtverschmutzung gerichtet hatten, abgeschmettert.

Themenabend Herzogenmühle

Am 16. Juni nutzen 36 Personen das Angebot und nahmen an einem Sommerabend Spaziergang Teil, bei dem Gemeinderat Philipp Maurer die Geschichte der Herzogenmühle schilderte.

Südlich der Bahnlinie nahe Schwamendingen befindet sich ein Ortsteil, den viele Walliseller kaum kennen. Seit Ida Zuppinger 1949 das Areal vermachte, gehört das stolze Anwesen mit allen darauf stehenden Gebäuden der Politischen Gemeinde Wallisellen. Doch wie hat das ganze angefangen und was wurde dort eigentlich hergestellt?
Als in Grossbritannien im achzehnten Jahrhundert mit Hilfe der Dampfmaschine die industrielle Textilproduktion begann, kamen viele auf dem Kontinent, die noch von Hand produzierten in grosse Schwierigkeiten, weil sie preislich nicht mithalten konnten. Während der napoleonischen Kriege, als eine Handelssperre herrschte, ergab sich für die europäischen Produzenten eine Gelegenheit, in diese Lücke zu stossen. Im Zürcher Oberland und eben auch auf dem Areal der Herzogenmühle begann man mit Hilfe der Wasserkraft Fäden zu spinnen und Stoffe zu weben.

Spinnen und Drucken

Verschiedene Eigentümer und Pächter waren in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Herzogenmühle beschäftigt, mit Spinnen oder dem Bedrucken von Stoffen. Das Gebäude, in welchem die Stoffe getrocknet wurden, kann immer noch besichtigt werden. Schliesslich erwarb die Familie Zuppinger das gesamte Areal und betrieb einerseits die Spinnerei und andererseits einen landwirtschaftlichen Modellbetrieb.

Zukunft

50 Jahre lang durfte auf dem Gelände gemäss testamentarischer Verfügung nichts verändert werden. Seit 1999 sind die Möglichkeiten (nur) noch durch den Denkmalschutz begrenzt. Im Moment, während das Gemeindehaus umgebaut wird, sind mehrere Abteilungen der Gemeindeverwaltung in Gebäuden auf dem Herzogenmühle Areal vorübergehend untergebracht. Kantonale Projekte wie die Veloschnellroute und der Brüttener Tunnel werden das Areal teilweise betreffen. Ansonsten gibt es im politischen Wallisellen noch keine konkrete Vision für das Areal, die über den Status Quo hinaus geht.