Mit klaren Zielen ins Wahljahr

Berichte Nominations- und Jahresversammlung

An der Mitgliederversammlung vom 11. September und an der Jahresversammlung vom 2. Oktober 2025 wurden die Weichen fürs Wahljahr gestellt. Die Mitglieder vom Forum pro Wallisellen nominierten die parteilosen Kandidierenden und unterstützen die Nomination der Mitglieder der Grünen und SP (siehe Artikel unten) für ein Behördenamt in der Stadt Wallisellen.

Wichtige politische Themen im neuen Vereinsjahr sind neben den Wahlen: die BZO-Vorlage, Kindergarten in Rieden, Lifte am Bahnhof und natürlich die Biodiversitätsinitiative vom Forum, die im März zur Abstimmung kommt.

Die angefügten Artikel im Anzeiger von Wallisellen fassen die Geschäfte der beiden Versammlungen zusammen.

Bericht Jahresversammlung 2025

Bericht Nominationsversammlung 11.9.25

Stadtrat unterstützt «Initiative für mehr Biodiversität»

Der Stadtrat unterstützt «Initiative für mehr Biodiversität» vom Forum pro Wallisellen. Sie beantragt eine Ergänzung der Gemeindeordnung mit dem Ziel, die Biodiversität auf dem gesamten Stadtgebiet zu fördern. Dafür sei ein Konzept zu erarbeiten. Die Stadt solle eine Vorbildfunktion einnehmen und Beratungen anbieten.
Der Stadtrat schreibt im Sinne des Forums: “Die Biodiversität schafft gesunde und widerstandsfähige Ökosysteme von grossem Wert für das menschliche Wohlergehen und die wirtschaftliche Wertschöpfung. Der Schutz unserer Lebensgrundlagen ist ein Verfassungsauftrag. Ein Massnahmenplan soll die verbindliche Umsetzung des Konzepts sichern.”

Die Initiative wurde in der Themenarbeitsgruppe Grünes Wallisellen vom Forum erarbeitet und von den Erstunterzeichnenden Markus Kaufmann, Alexandra Hoffmann und Tanja Paganini im Juni 2025 eingereicht.

Die Initiative kommt am 8. März 2026 zur Urnenabstimmung. Wir bitten euch ein klares Ja in die Urne zu legen für ein lebenswertes Wallisellen – Ganz im Motto: Mehr Grün und Blau statt Grau.

Artikel im Anzeiger von Wallisellen vom 18.09.2025

Biodiversität in Privatgärten

Im Rundgang durch 3 Gärten in Wallisellen die Förderung der Artenvielfalt erfahren

Worauf können wir in unserem Garten (egal ob klein oder gross) achten? Wie können wir Biodiversität trotz Bedürfnissen verschiedener Interessensgruppen (Nachbarn, Kinder, etc) fördern? Was für Alternativen gibt es zu Kirschlorbeer? Wieso blüht meine Blumenwiese nur im ersten Jahr? Wie können Lebensräume in Wallisellen vernetzt werden. Diese und ganz viele andere Fragen wurden beim Rundgang durch drei Walliseller Privatgärten am 17.5.2025 vom Fachmann Jannik Stieger von der Stiftung Wirtschaft und Ökologie SWO beantwortet. Der Artikel von Britta Bökenkamp im Anzeiger von Wallisellen vom 22.5.2025 liefert Antworten. Unten publizieren wir eine Version mit wenigen fachlichen Anpassungen. Weiter produzierte Televista einen Kurzbeitrag (ab min 1:25) mit Bildern von Dirk Rahnenführer.

Artikel für Anzeiger von Wallisellen vom 22.5.2025

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Beiträge privater Gärten für mehr Biodiversität in Wallisellen

Bei einem Rundgang durch ausgewählte private Gärten in Wallisellen zeigte ein Experte für naturnahe Gestaltung, was Gartenbesitzerinnen und – Besitzer tun können. Sie können einen Beitrag zur Erhöhung der Artenvielfalt im Siedlungsraum leisten.

Britta Bökenkamp

Der überwiegende Teil der Walliseller Gemeindefläche liegt in privaten Händen. Eine Erhöhung der Biodiversität auf diesen Flächen kann einen wichtigen Input für die Artenvielfalt leisten, während sie gleichzeitig den Nutzerinnen und Nutzern Erholungsraum bieten.

Das Forum pro Wallisellen hatte darum am Samstag, den 17. Mai zu einem Biodiversitätsrundgang eingeladen. Anknüpfend an den Themenabend Biodiversität im Juni letzten Jahres, an dem mit Fachreferaten das Thema der Biodiversität im Siedlungsraum erläutert und diskutiert wurde, sollten nun Möglichkeiten und Massnahmen für private Gärten konkret aufgezeigt werden.

Rund 30 Personen trafen sich an diesem Samstagvormittag bei schönstem Wetter, um für rund vier Stunden ihr Wissen zu vertiefen. Das Forum pro Wallisellen hatte im Vorfeld per Ausschreibung drei exemplarische Gärten – vom Umschwung eines Mehrfamilienhauses bis zu einem kleinen Einfamilienhausgarten – ermittelt. Anhand dieser zeigte Jannik Stieger von der Stiftung Wirtschaft und Ökologie, mit welchen, manchmal auch kleinen Massnahmen, bereits ein Beitrag hin zu mehr Biodiversität geleistet werden kann.

Definition Biodiversität

Die Gruppe startete an der ersten Station, ein Mehrfamilienhaus an der Allmendstrasse. Zunächst gab es eine allgemeine Einführung in das Thema. Im Austausch mit der Gruppe, klärte Jannik Stieger den Begriff Biodiversität unter dem sich alle ein wenig etwas anderes vorstellten. Er erläuterte ihn anhand der drei Säulen Artenvielfalt, Lebensraumvielfalt und Genetische Vielfalt. Da viele Lebewesen unterschiedliche Bedürfnisse haben, einige sehr spezifische, wird so deren Vielfalt erhöht werden.

Gärten als Trittsteine zur Vernetzung

Gärten können hier quasi als Trittsteine dienen und so die Vernetzung der grösseren Naturräume wie beispielsweise dem Naturschutzgebiet Moos mit dem Hardwald herstellen. Ohne diese sind die Distanzen für die überwiegende Zahl der Lebewesen zu gross um sie zu überwinden. Die Gärten bieten die Möglichkeit für Zwischenstopps zur Nahrungsaufnahme und als Ruheplätze. So kann es zu einem Austausch zwischen den verschiedenen Populationen kommen und damit die genetische Vielfalt erhöht sowie die Arten gestärkt werden. In der Summe können so viele kleine aber wertvolle Orte eine grosse Wirkung haben.  

Naturnahe Gartengestaltung im Einklang mit Nutzungsbedürfnissen

Ein Aspekt, der Jannik Stieger wichtig war ist es, dass eine naturnahe Gestaltung nicht gleichbedeutend mit einem verwilderten und für die Bewohnenden nicht mehr nutzbaren Garten ist. Eine Fussballwiese oder ein Grillplatz und natururnahe Bereiche können gut nebeneinander existieren. Dies liess sich gut an dem ersten Beispiel ablesen. Grosse alte Bäume prägen das Grundstück, deren grossen Wiesenflächen über die Jahre nicht gedüngt wurden. Dadurch wachsen bereits Margeriten auf der Wiese und zahlreiche verschiedenen Kräuter. Allerdings wurde diese bereits grossflächig weit über den Spielbereich der Kinder hinaus abgemäht und nur kleine Inseln stehengelassen. Der Tipp von Jannik Stieger, nur die Bereiche mähen, die wirklich genutzt werden. An den Rändern, insbesondere am Übergang zu Hecken und Bäumen, den sogenannten Krautsaum, stehen lassen. Diese Bereiche sind besonders wertvoll, so lernen wir, da sie am Übergang von zwei Lebensräumen liegen und damit besonders artenreich sind.

Anlage und Pflege einer Wildblumenwiese (Fromentalwiese) – gewusst wie

Die vorhandene Wiese böte zudem eine gute Möglichkeit sie zu einer Wildblumenwiese, einer sogenannten Fromentalwiese, weiterzuentwickeln. Ein Vorhaben, bei dem wahrscheinlich bereits viele – die Schreibende eingeschlossen – frustriert gescheitert sind, da bestenfalls im ersten Jahr das bunte Blumenmeer, wie auf dem Samentütchen abgebildet, zu sehen war. Im zweiten Jahr machten sich dann vor allem wieder Gräser und viel Löwenzahn breit. Hier wäre etwas mehr Wissensvermittlung zu Anlage und Pflege auf der Packung hilfreich gewesen. Der bunte Blütenflor aus Mohn- und Kornblumen, so lernen wir, ist einjährig und dient nämlich vor allem dafür, dass bereits im ersten Jahr etwas zu sehen ist. Die wirkliche Blumenwiese besteht im Wesentlichen aus zweijährigen Pflanzen, die sich erst entwickeln müssen. Dazu ist es wichtig im ersten Jahr die schöne Blütenpracht zum richtigen Zeitpunkt abzumähen, damit sie Licht erhalten. Sonst verkümmern sie. Dann ist auch später der richtige Schnitt wichtig. Das erste Mal Mitte Juni, sobald die meisten Blüten Samen angesetzt haben. Der Schnitt bleibt 3-4 Tage liegen, bis das Kraut angetrocknet und die Samen abfallen konnten. Das zweite Mal wird dann ca. 10 Wochen später gemäht. Blumenwiesen verändern sich mit der Zeit. Je nach Klima, Boden, Standort und Pflege kommen andere Blumen oder Gräser auf. Besonders mager muss der Boden jedoch nicht sein. Er sollte einfach nicht regelmässig gedüngt worden sein.

Eindrücklich sind die Zahl der Arten in den verschiedenen Wiesenformen. In einem normalen Gartenrasen sind etwas 3-5 Arten vorhanden. In einer Fromentalwiese können bis zu 60 Arten vorkommen. Eine magere Trockenwiese kann sogar über hundert Arten aufweisen. Sie alle bieten Insekten ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Und auch für solche, die auf gewisse Pflanzen spezialisiert sind.

Für den Schnitt empfiehlt Jannik Stieger einen Balkenmäher, welche diese die Wieser mit zwei Messern gerade abschneidet. Die Verwendung eines herkömmlichen Rasenmähers ist für die Insekten, bedingt durch seinen Sog, eine Todesfalle. Darum sollte auf deren Einsatz verzichtet werden. Eine Teilnehmerin fragt nach einer Handsense. Die ist natürlich ideal und – sobald man sie beherrscht, lautlos und schnell im Einsatz.

Der Wert von grossen Bäumen und Hecken aus einheimischen Gehölzen

Die grossen alten Bäume auf dem Grundstück bieten unzähligen Tieren einen Lebensraum. Auch wir genossen bald ihre wohltuende Kühle. Mit der zunehmenden Hitze, wird ihr Wert immer unschätzbarer. Ersatzpflanzungen sind zwar gut und wichtig, wenn sich ein Fällen nicht vermeiden lässt. Betrachtet man aber die Zeit, die es braucht bis ein Baum so gross ist, dass ein dichter Schattenspender ist, sollte man es sich immer mehrmals überlegen, bevor man ihn fällt

Wo immer möglich sollten einheimische Pflanzen gesetzt werden. Zwar sind exotische oft schön anzusehen und haben beeindrucken, üppige Blüten. Nur sind viele der hier lebenden Insekten auf unsere einheimischen Arten spezialisiert. Der Wert dieser Exoten für die Natur ist daher eher gering. Dies gilt auch für den von vielen geschätzten Frühlingsboten, die Forsythien. Ihre Blüten sind steril und bieten den Insekten daher gar keine Nahrung. Als Ersatz empfiehlt Jannik Stieger den Tierlibaum oder auch Kornelkirsche genannt. Auch sie blüht mit einem gelben Blütenmehr zu ähnlicher Zeit. Vielleicht nicht ganz so üppig, dafür als erster reich gedeckter Tisch für die Insektenwelt. Ein sinnvoller Ersatz für den Kirschlorlorbeer ist die einheimische Eibe, die auch als Busch geschnitten werden kann.

Invasive Neophyten

Auch der zweite Garten bietet spannende Einblicke. Hier gibt es bereits eine üppige Blumenwiese. Doch Jannik Stieger macht auf eine Pflanze aufmerksam, von der sich bei näherem Hinsehen teilweise bereits grosse Gruppen gebildet haben. Das Einjährige Berufkraut; hübsch anzusehen, ähnlich kleiner Margeriten, ist aber ein invasiver Neophyt. Eine Pflanze kann mehrere tausend flugfähige Samen bilden, die bis zu fünf Jahren im Boden überleben können. Wird eine Blumenwiese für eine Sanierung umgegraben, können diese wieder aktiviert werden. Bricht man sie nur ab, wächst sie in kürzester Zeit nach und macht grosse Rosetten. Kein Tier frisst sie. Mit Ihrer beeindruckenden Wachstumsstrategie verdrängt sie leider mehr und mehr unserer einheimischen Pflanzen. Auf Nachfrage der Besitzerin erklärt Jannik Stieger, dass hier leider nur sorgfältiges Ausreissen hilft. Und ganz wichtig, danach in den Abfallkübel und keineswegs liegen lassen oder in den Kompost. Ansonsten verhilft man ihr zu weitere Verbreitung, da sie, einmal in Blüte, schnell nachreifen kann.

Wasser im Garten, Sandlinsen und Kleinstrukturen

Im letzten Garten können wir dann noch einen kleinen Teich, eine Sandlinse, Steinhaufen und Totholz bewundern. Die Besitzerin dieses Gartens hat schon viel richtig gemacht. Diese Kleinstrukturen bieten viele verschieden Lebensräume an. Auf ihnen siedeln unterschiedlich Pflanzen von Moosen bis zu Sumpfdotterblumen, die mit der Zeit auch von alleine kommen. Die Sandlinsen, richtig angelegt, bieten seltenen Wildbienen eine Nistmöglichkeit und sind so eine Ergänzung zum Bienenhotel, welches oft verbreitete Bienenarten anlockt. Sind seine Röhren jedoch lang genug, ist es gut, um Bestäuber in den Garten zu locken.

Möglichkeiten für den Balkon

Am Ende gibt Jannik Stieger Tipps für die Bepflanzung von Balkonen. Solange genügend Licht vorhanden ist, sind hier einer biodiversen Bepflanzung fast keine Grenzen gesetzt. Sträucher, Kleinbäume wie z.B. Säulenobst, Kräuter, selbst die bunte Blumenmischung aus meinem Samentütchen kann hier wachsen. So kann auch der Balkon einen Beitrag leisten.

Initiative für mehr Biodiversität in Wallisellen

Die Stadt Wallisellen sieht in ihrer «Strategie Strassen & Plätze» bereits heute Massnahmen zur Förderung der Biodiversität vor. Dem Forum pro Wallisellen gehen die bisher getroffenen Bemühungen der Stadt Wallisellen derzeit jedoch zu wenig weit.

Darum wird das Forum pro Wallisellen wird die «Initiative für mehr Biodiversität in Wallisellen» bis zu den Sommerferien einreichen, welche die Schaffung eines übergeordneten Biodiversitätskonzepts fordert sowie die Einführung eines neuen Artikels zur Förderung der Biodiversität in der Gemeindeordnung vorsieht. Damit könnten weitere Projekte angeregt werden und insbesondere auch neue Dienstleistungen für die Bevölkerung entstehen: beispielsweise eine Naturgartenberatung, Sträucher-Eintauschaktionen oder eine Neophyten-Hotline.  

Nützliche Apps und weiterführende Links

In seiner Führung erwähnte Jannik Stieger verschieden Apps und Homepages, welche bei der Anlage, und Pflege von naturnahen Bereichen unterstützen können. Dies sind folgende:

igarten.ch: Homepage mit umfangreichen Listen einheimischer Pflanzen und deren Beschrieb

Neophyt.ch: Liste und Beschrieb gebietsfremder und problematischer Pflanzen

Bettergardens: Forschungsprojekt über die Wirkung von Privatgärten im Siedlungsgebiet, Karte zu Vernetzungsachsen

Naturadb.de: Finde die passenden Pflanzen für deinen Garten, deine Terrasse oder deinen Balkon

Themenabend Juni 2024: Wallisellen – eine Stadt auf dem Weg zu mehr Biodiversität

Garten gesucht!

Garten gesucht für Rundgang Biodiversitätsförderung

Das Forum pro Wallisellen möchte einen Rundgang für interessierte Personen in Begleitung einer Fachperson der Stiftung Wirtschaft und Ökologie veranstalten. Bei diesem wird anhand von konkreten Beispielen aufgezeigt, mit welchen Massnahmen zur Förderung der Biodiversität Privatpersonen mit ihren Gärten und Freiflächen beitragen können.

Als Beispiele für die konkrete Erläuterungen sind private Gärten und Grünflächen gesucht, welche bereits ganz oder in Teilen eine naturnahe Gartengestaltung pflegen wie auch solche, bei denen mit einer Umgestaltung hin zu mehr Biodiversität begonnen werden soll.

Es erwartet sie:

  • Vorgespräch mit Fachpersonen über Stärken und Potentiale ihres Gartens
  • Besichtigung und Besprechung im Rahmen des öffentlichen Rundgangs
  • Konkrete Hinweise zur Verbesserung ihres Gartens hin zu mehr Biodiversität

Zeitraum Rundgang: Samstag, 17. Mai 2025

Aus allen Bewerbungen werden 1 – 2 Gärten ausgewählt.

Besitzer von Privatgärten oder Grünanlagen von Mehrfamilienhäusern, welche ihre Gärten dafür zur Verfügung stellen möchten, können via Kontaktformular beim Vorstand melden.

Schreiben Sie kurz, warum wir ihren Garten auswählen sollten und legen sie 1-2 Bilder dazu.

Anmeldfrist bis Dienstag, 10. April 2025.

Dieses einmalige Angebot ist für Sie kostenlos!

BZO-Paket 1 Entwicklung Südost

Weichenstellung für Wallisellen: Hitzeminderung, Grünraum, preisgünstiger Wohnraum

Die folgenden Artikel und Leserbriefe tragen zur Meinungsbildung für die BZO-Abstimmungen vom 2. und 3. April. Es ist wichtig, die Weichen zu stellen für die künftige Entwicklung von Wallisellen, im speziellen im urbanen Teil im Süden und Südosten von Wallisellen. Bereits im Herbst informierte uns unser Stadtpräsident Peter Spörri über die geplante Entwicklung in diesem Stadtteil hautnah vor Ort. Im März 2025 informierte uns unser Stadtrat Philipp Maurer über die Vorlage an unserem Themenabend.

Artikel im Anzeiger von Wallisellen vom 27.3.2025

Leserberiefe von unserem Vorstandmitglied Alexandra Hoffmann und dem Themengruppen-Mitglied Vanessa Mantei im Anzeiger von Wallisellen vom 20.3.2025 und von Co-Präsident Markus Kaufmann im Anzeiger von Wallisellen vom 17.4.2025

Forum für Erhalt der Baumassenziffer

NEIN am 2. Dezember zur Initiative Bruggmann


Am Montag, 2. Dezember 2024 steht eine äusserst wichtige Gemeindeversammlung an. Drei
Geschäfte werden behandelt: Wir stimmen erstens über den künftigen Steuerfuss der Stadt
Wallisellen ab, zweitens über eine Initiative, die Lifte zu den Perrons am Bahnhof Wallisellen
fordert und drittens geht es um eine Initiative, die zwar technisch und langweilig klingt, aber
grosse Auswirkungen auf die weitere Entwicklung Wallisellens haben kann.
In der Schweiz gibt es verschiedene Anforderungen, um Grundstücke zu bebauen. Unter
anderem wird festgelegt, wie dicht gebaut werden darf. Für die Regelung der Baudichte
werden vor allem zwei Kennziffern herangezogen: Ausnützungsziffer und Baumassenziffer.
Die so genannte «Initiative Bruggmann» eines bürgerlichen Komitees fordert die Einführung
der Ausnützungsziffer statt der Baumassenziffer, die seit rund 30 Jahren in Wallisellen mit
Erfolg angewendet wird.

Der Stadtrat lehnt die Initiative ab. SP, GLP, Grüne sowie das Forum pro Wallisellen
unterstützen den Stadtrat und lehnen die Initiative ebenfalls ab. Das spricht gegen die
Einführung der Ausnützungsziffer:

  • Kompliziert: Die Handhabung ist wesentlich komplizierter. Die Folge sind längere
    Baubewilligungsverfahren und mehr Einsprachen der Bauherrschaften.
  • Grössere Gebäude, weniger Grünfläche: Der Wechsel führt zu höherem Bauen (ca. ein
    Stockwerk) und grösseren Gebäuden. Dadurch verschwinden wertvolle Grünflächen.
  • Mehr Regeln: Die Stadt muss die Gebäudehöhen regeln. Dies ist heute mit der Baumassenziffer nicht notwendig.
  • Schlechte Wohnqualität: Kleine Neben-/Abstellräume müssen nicht zur Geschossfläche
    gerechnet werden. Trotzdem werden sie als Wohnräume genutzt.
  • Höhere Mieten: Die Mieten steigen, weil teurere Wohnungen auf den Markt kommen.
  • Immobilieninvestoren profitieren: Der Wechsel verschafft Immobilienspekulanten und -investoren bei ihren Bauprojekten eine höhere Abschöpfung und damit mehr Profit.

Kurz: Der angestrebte Wechsel zur Ausnützungsziffer verursacht nur Aufwand und
Kosten, ohne einen Nutzen zu generieren.

Tragt auch ihr einen Teil dazu bei, dass nicht nur Einzelinteressen bestimmter Gruppen
berücksichtigt werden, sondern alle Wallisellerinnen und Walliseller profitieren.

Jede Stimme zählt! An den letzten Gemeindeversammlungen hat sich gezeigt, dass die
bürgerlichen Parteien bedeutend mehr Leute mobilisieren konnten und so etliche Geschäfte
nach ihren Vorstellungen entschieden wurden.
Kommt deshalb an die Gemeindeversammlung vom Montag, 2. Dezember 2024. Sie beginnt
um 19.00 Uhr,
anschliessend offeriert die Stadt einen Apéro. Und bringt am besten eure
Nachbarn, Bekannten, Freundinnen auch noch mit.

Freundliche Grüsse
Vorstand Forum pro Wallisellen

Themenabend Entwicklung Süd/Südost

Gemeinsamer Themenabend Forum pro Wallisellen und SP – Stadtentwicklung Süd/Südost

Am Mittwochabend, 4. September 2024 trafen sich rund 30 Personen auf dem Signumplatz, um zusammen mit unserem Stadtpräsidenten Peter Spörri (SP, Forum pro Wallisellen) Wallisellen südlich der Bahngleise zu erkunden. Die Teilnehmenden erlebten einen aufschlussreichen Abend zu folgenden Themen: Städtebauliche Verträge, geplanter preisgünstiger Wohnraum, Auswirkung der geplanten BZO-Teilrevision, und der Nutzen von mindestens 20 % Mehrwertausgleich für ein lebenswertes Wallisellen, über den am 17. September abgestimmt wird.

Artikel Anzeiger von Wallisellen am 12.9.2024 – Herzlichen Dank an Frau Steiner!

Mehrwertausgleich im minium 20 %

Abstimmungsempfehlung zum Mehrwertausgleichim minimum 20 %

An der kommenden Gemeindeversammlung vom 17. September ist die Einführung des Mehrwertausgleichs das wichtigste Geschäft.

Die Einführung wurde bereits vor einem Jahr an der Gemeindeversammlung vom 13. Juni 2023 behandelt, aber auf Antrag der bürgerlichen Parteien zurückgewiesen. Gemeinsam mit SP, Grüne und GLP setzen wir uns dafür ein, dass der Antrag des Stadtrats, im Minimum 20 % angenommen wird. Ebenfalls empfehlen wir, dem entsprechenden Fondsreglement zuzustimmen.  

Der unterstehnde Flyer und der Artikel im Anzeiger von Wallisellen zeigt den Nutzen eines fairen Mehrwert-Ausgleich auf. Umliegende Gemeinden haben 25 % und mehr bereits angenommen.

Artikel im Anzeiger von Wallisellen vom 29.8.2024

Mehr Biodiversität für Wallisellen

Sensibilisierung für das Thema Biodiversität und Vorstellung neuer lokaler Initiative

 « Wallisellen – eine Stadt auf dem Weg zu mehr Biodiversität» war das Thema des Juni-Themenabends vom Forum pro Wallisellen. Die zwei Expertenpersonen Felix Rusterholz und Laura Germann beleuchteten das Thema aus verschiedenen Winkeln. TeilnehmerInnen konnten im Anschluss ihre Fragen von den Fachleuten beantworten lassen. Der Beitrag von Lokalfernsehn Televista.ch vom 28.6.2024 und der untenstehendan Artikel im Anzeiger von Wallisellen von 27.6.24 gingen detailliert auf den Anlass ein.

Initiative auf lokaler Ebene: Das Forum pro Wallisellen fordert von der Stadt Wallisellen die Erarbeitung eines übergeordnetes Konzepts, dass der Stadt Wallisellen sowie der ganzen Bevölkerung Wallisellens neue Möglichkeiten im Umgang mit dem Thema Biodiversität ermöglichen würde. Die Stimmbürger von Wallisellen haben in den nächsten Monaten, die Möglicheit die Initiative dazu zu unterzeichenen. Unterschriftenbögen können beim Co-Präsidium bezogen werden.

Artikel im Anzeiger von Wallisellen vom 27.6.24

Die Präsentationen des Themenabends können hier abgerufen werden:

Felix Rusterholz «Der Stellenwert privater Grundstücke und welche Massnahmen Wirkung zeigen»

 Laura Germann «Auf dem Weg zu mehr Biodiversität: Fallbeispiel Landquart»