Unsere Positionen
Auf dieser Seite finden Sie Berichte und Artikel, welche auch im Anzeiger
von Wallisellen publiziert wurden und unsere Positionen deutlich
machen. Weitere Texte finden Sie auf unseren Archivseiten.
Möglichkeiten, die Attraktivität unserer Gemeinde zu verbessern
Die Gemeinderatskandidaten Barbara Neff und Peter Spörri beantworteten
die Interviewfragen von Bruno Margaroli
Bruno Margaroli: Was ist deine Motivation, für
den Gemeinderat zu kandidieren?
Peter Spörri: Es hat mich immer
gereizt, neben dem Beruf als Ergänzung eine weitere Aufgabe anzunehmen.
Seit 1991 habe ich deshalb mein Arbeitspensum reduziert. Die dadurch
zur Verfügung
stehende Zeit habe ich bis 1998 für die Familie als Teilzeithausmann
eingesetzt, danach für die Schulpflege und jetzt möchte ich
im Gemeindrat tätig sein.
Barbara Neff: Seit meiner Wohnsitznahme
in Wallisellen habe ich mich in unserer Gemeinde engagiert, im Elternforum,
Verein Mittagstisch, verschiedenen Arbeitsgruppen oder von 96 bis 02
in der Schulpflege. Ich habe Lust und Zeit, mehr politische Verantwortung
zu übernehmen.
Margaroli: In welche Themen hast du dich bisher besonders
investiert?
Spörri: Die Schulraumplanung und damit zusammenhängende
Bautätigkeit hat mich stark in Anspruch genommen. Bei den Finanzen
war sparen als Folge der sinkenden Einnahmen ein wichtiges Thema. Es
ist gelungen, mit Einbezug der Betroffenen den starken Anstieg der laufenden
Bildungskosten deutlich zu bremsen. Wichtig waren mir aber auch die regelmässigen
Schulbesuche und der Austausch mit den Lehrkräften.
Neff: Während
meiner Schulpflegetätigkeit habe ich mich sehr intensiv mit allen
Aspekten der Bildung, insbesondere mit Kindern, die im Schulalltag über-
oder unterfordert waren, auseinander gesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt
war für mich der ganze Personalbereich. Seit einiger Zeit arbeite
ich am Projekt des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie
(BBT) „Berufswahl als Familienprojekt“ mit.
Margaroli: Was
sind deine Highlights der vergangenen Behördentätigkeit in
der Schulpflege?
Neff: Zu meinen fachlichen Höhepunkten gehören
sicher die Einführung der Schul-sozialarbeit auf Primarstufe und
die Begabungsförderung. Beide wurden von der Gemeindeversammlung
deutlich angenommen. Mit einem neuen Zuteil-ungsverfahren konnte die
Sonderschulung gezielter und effizienter gemacht werden. Diese Errungenschaften
sind sicher nicht nur mein Verdienst, aber das Resultat meiner Initiative
und Ausdauer.
Spörri: Ich brachte das Bauprogramm der Schule voran,
erreichte die Zustimmung der Bevölkerung zur Renovation und Erweiterung
Schulhaus Alpenstrasse und zum Neubau Bürgli West. Die Ausführung
der Arbeiten am Schulhaus Alpenstrasse schliessen ohne Kostenüberschreitung
ab. Ich bin auch überzeugt, dass mit der Einführung von Schulleitungen
ein wichtiger Schritt für eine zeitgemässe Schule gemacht wurde.
Margaroli: Wie kommst du mit dem benötigten Zeitaufwand zurecht?
Spörri: Wie eingangs erwähnt habe ich mein berufliches Arbeitspensum
reduziert. So habe ich genügend Zeit für meine Behördentätigkeit.
Neff: Ich arbeite Teilzeit. Allerdings werde ich wohl
meine Freiwilligenarbeit etwas zurückfahren. So steht mir genügend
Zeit und Energie für das Amt zur Verfügung.
Margaroli: Was
sind deine persönlichen
Stärken?
Spörri: Ich bin sehr lösungsorientiert, schätze
Gespräche und Diskussionen ohne politische und gesellschaftliche
Scheuklappen. Durch achtjährige Tätigkeit in der Schulpflege
und die vielfältigen Erfahrungen bei der SBB und als Verkehrsplaner
im Kanton Zürich bin ich gut vorbereitet für den Gemeinderat.
Neff: Ich gehöre sicher zu jenen Personen, denen
das Vermitteln von kompromissfähigen Lösungen näher steht
als das Polarisieren und Provozieren.
Margaroli: Welche Anliegen brennen
dich besonders unter den Nägeln?
Neff: Die Berufsintegration für
Jugendliche, die Möglichkeiten für Senioren am öffentlichen
Leben teilzuhaben sowie die Stärkung der Familie. Dazu würde
ich gerne Ideen ein- und voranbringen.
Spörri: Wallisellen steht
mit dem Bau der Glattalbahn sowie grossen Investitionsvorhaben auf dem
Bahnhofsgebiet und weiteren Arealen städtebaulich vor grossen Veränderungen.
Auswirkungen sind auch durch das künftige neue Betriebsreglement
des Flughafens zu erwarten. Welche Entwicklung wollen wir? Was sind die
gesellschaftlichen Auswirkungen? Wie bewältigen wir den Verkehr?
Wo erholen wir uns? An Lösungen zu diesen Fragen möchte ich
mitarbeiten.
Margaroli: Welche Aufgaben würden dich als Gemeinderat
/ Gemeinderätin besonders reizen?
Spörri: Durch meine vielseitige
Tätigkeit in der Schulpflege und im Beruf bin ich breit interessiert
und habe Erfahrung in vielen Bereichen gesammelt. Ich bin nicht auf ein
Ressort fixiert.
Neff: Mich reizt die Gesamtaufgabe des Gemeinderates,
wo in allen Bereichen Kreativität und Engagement gefordert ist.
Das neue Ressort „Gesellschaft“ würde mich schon ansprechen.
Aber wenn’s sein muss, begebe ich mich auch in die Katakomben der
Kanalisation.
Margaroli: Wo besteht deiner Meinung nach Handlungsbedarf
in Wallisellen?
Neff: Wallisellen hat viele Trümpfe: Verkehrslage,
Erholungsgebiete, Infrastruktur. Vieles was gut ist, wird aber durch
schleichende Veränderung bedroht. Der zunehmende Durchgangsverkehr,
die steigende Lärmbelastung, das nachlassende Sicherheitsgefühl
drohen die Lebensqualität zu beeinträchtigen. Die Politik hat
durchaus Möglichkeiten, die Attraktivität unserer Gemeinde
zu verbessern und ihr wieder eine positivere Ausstrahlung zu geben. Ansatzpunkte
sind die Belebung des öffentlichen Raums und die Aufwertung des
Zentrums. Allen Anzeichen der Verslumung müssen wir entschieden
entgegenwirken. Wallisellen muss attraktiv bleiben, gerade auch für
den Mittelstand.
Spörri: Wichtig ist bei den anstehenden Veränderungen
eine vorausschauende Planung. Im Zentrum steht dabei, dass die hohe Wohn-
und Lebensqualität erhalten und wo nötig verbessert wird. Im
Dorfzentrum soll Raum für Begegnung geschaffen und sichere und attraktive
Fussgänger- und Veloverbindungen erstellt werden. Handlungsbedarf
sehe ich für die Aufwertung des Erholungsraums, so soll aus meiner
Sicht z.B. der Hardwald autofrei werden. Bei den Finanzen ist es mein
Ziel darauf zu achten, dass das Geld wirkungsvoll eingesetzt wird, die
Schulden tief gehalten werden und der Steuerfuss im Vergleich mit den
umliegenden Gemeinden attraktiv bleibt.
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