Platz für unterschiedliche Meinungen
FpW: Positionserklärungen
Wofür steht das Forum pro Wallisellen ein? Forum-Mitglieder geben
ihre persönliche Antwort
Auf eine solche Frage gibt es nicht einfach eine einzige, es gibt rund
120 Antworten, nämlich so viele, wie Mitglieder. Gerechte Vertretung
aller Gruppierungen in den Behörden und Zusammenarbeit aller demokratischen
Kräfte zum Wohle Wallisellens, das steht in den Statuten des FpW.
Was die Mitglieder darüber hinaus mit dem FpW verbindet, lesen Sie
in den Antworten von Hans Baumann (EVP), Ruedi Meier (parteilos) und
Barbara Neff (SP) sowie nächste Woche von Doris Balmer (EVP), Alice
Thalmann (parteilos) und Peter Spörri (SP).
Hans Baumann, EVP
Eine
wesentliche Ursache für die Gründung des Forums pro Wallisellen
(FpW) vor vier Jahren war der bei den vorletzten Gemeindewahlen (1998)
zustande gekommene rein bürgerliche Gemeinderat. Für Mitglieder
der dabei leer ausgegangenen Parteien (SP, EVP, Grüne) sowie vor
allem für viele parteilose Wallisellerinnen und Walliseller ergab
sich daraus der Wunsch, eine Gegenbewegung aufzubauen. Durch die Portierung
von eigenen Kandidaten bei Wahlen bietet das FpW seinen überwiegend
parteilosen Mitgliedern und auch den übrigen Stimmberechtigten die
Möglichkeit, mit grösserem Gewicht Partei zu ergreifen. Für
mich als Mitglied der EVP, einer kleinen Partei, wurde das FpW zu einer
willkommenen Gelegenheit, auch bei Diskussionen in einem breiteren politischen
Rahmen mitzumachen. Die positive, aufgestellte Stimmung unter den Mitgliedern,
die bereit sind, auch ohne persönliche Interessen aktiv mitzumachen,
führt dazu, dass ich mir Wallisellen ohne das FpW gar nicht mehr
vorstellen kann. Aus meiner früheren Behördentätigkeit
weiss ich, dass eine breite Abstützung der Mitglieder in möglichst
allen Ortsparteien (inklusive Parteilose) zu Beschlüssen führt,
die besser durchdacht sind und in der Regel auch bei den Stimmbürgerinnen
und Stimmbürgern grössere Chancen haben. Argumente von allen
Seiten werden schon in der Behörde eingebracht und eingehend besprochen.
Das FpW ist in der kurzen Zeit seines Bestehens schon zu einer nicht
mehr wegzudenkenden Institution in unserer Gemeinde geworden. Und es
wird umso wichtiger werden, je mehr die bürgerlichen Parteien nach
rechts abdriften.
Ruedi Meier, parteilos
8 Gründe, warum ich voller Überzeugung
im Vorstand des FpW mitarbeite:
- Weil ich meine persönliche Entscheidungsfreiheit über
die Zwänge einer Partei stelle. Denn das FpW gibt es nur lokal in
und für Wallisellen. Wir sind keiner Partei verpflichtet, weder
links noch rechts.
- Weil Lokalpolitik genau so spannend sein kann wie
Weltpolitik, und weil ich im Gegensatz zur Weltpolitik in der Lokalpolitik
etwas bewegen kann.
- Weil Konkurrenz den Markt belebt, bewegt und mehr
Transparenz schafft. Das gilt in der Politik genau so wie in der Wirtschaft.
- Weil beim FpW auch unterschiedliche Meinungen Platz haben und offen
ausdiskutiert werden.
- Weil das FpW jenen Walliseller Bürgerinnen
und Bürgern eine Plattform geben will, die sich von den traditionellen
Parteien zu wenig oder gar nicht vertreten fühlen.
- Weil wir im
FpW nicht Einzel- oder Brancheninteressen vertreten und darum unabhängig
politisieren, verpflichtet nur unseren Mitgliedern und den Bewohnern
von Wallisellen.
- Weil das FpW die gesunde Balance zwischen attraktivem
Wirtschaftsstandort und einer Wohngemeinde mit Lebensqualität
zum Ziel hat.
- Weil wir an die Zukunft von Wallisellen als Arbeits- und
Wohngemeinde mit Herz glauben.
Barbara Neff, SP
Beim Umzug vom Ausland
in die Schweiz, war der neue Wohnort Wallisellen für mich und meine
junge Familie nicht zufällig sondern bewusst gewählt. Eine
urbane Umgebung, Naturerholungsgebiete in der Nähe, gut erschlossen
durch den öffentlichen Verkehr, eine gut durchmischte Bevölkerung.
Das Einleben fiel nicht schwer, ich fand schnell Kontakt zu andern Frauen
und Müttern. Es gefiel uns in Wallisellen und so war es für
mich auch selbstverständlich, dass ich mich in diesem Umfeld engagieren
wollte. Ich trat der SP Wallisellen bei, die meiner politischen Gesinnung
entspricht und wurde kurze Zeit darauf Mitglied der Schulbehörde.
Dadurch wurde ich vertrauter mit der Lokalpolitik. Ich stellte fest,
dass auch unsere Gemeinde zunehmend mit Problemen zu kämpfen hat:
Abnahme der Lebensqualität, Abwanderung aber kaum Zuzug junger Familien
usw. Diese Probleme lassen sich nicht von einzelnen Gruppierungen oder
Parteien lösen. Hierzu braucht es eine Plattform mit neuen durchlässigen
und integrativen Strukturen. Ich finde dass das FpW unserer Gemeinde
bereits viel gebracht hat, in Sachthemen aber auch bezüglich politischer
Kultur. Es freut mich, dass das FpW immer mehr Anklang bei Leuten findet,
die politisch interessiert sind, sich aber nicht mit einer traditionellen
Partei identifizieren können.
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