Velo-Förderung in Wallisellen
Wenn gleichzeitig Kanton, Region und Gemeinde sich mit derselben
Frage beschäftigen, so ist das kein Zufall: Veloförderung
ist derzeit ein angesagtes Thema. Auch in Wallisellen. Dazu ein Beitrag
des Forums pro Wallisellen.
Anfang Juli war in der Presse zu lesen, dass Dübendorf demnächst
darüber abstimmen wird, in der Gemeinde ein möglichst durchgehendes
Velonetz zu realisieren. Ähnlich tönt’s im Zürcher
Kantonsrat, wo in den nächsten zehn Jahren der Veloverkehr mit 20
Millionen Franken gefördert werden soll. Das erklärte Ziel
ist es, den Anteil des Velos am gesamten Verkehr stetig zu erhöhen.
Dazu ein Zitat aus der Debatte: « Wir sind in Zukunft auf jeden
Velofahrer und Fussgänger angewiesen, der so den öffentlichen
Verkehr oder die Strasse entlastet».
Nun
rufen die Glattal-Gemeinden zu mehr Bewegung auf, denn die Zahl der übergewichtigen
Kinder sei beängstigend hoch und im Steigen begriffen. Die geplanten
Glow-Projekte: «Kinder und Familien» sollen daher die Eltern
dazu motivieren, ihre Sprösslinge künftig nicht mehr mit dem
Auto vor den Kindergarten zu karren, sondern ihnen den Weg zu Fuss zuzumuten.
Weitere Kurse sollen bei den Kids die Lust an der Bewegung wecken. Diese
Prävention ist dem Kanton 60'000 Franken wert. Obwohl nicht explizit
erwähnt, passt da die Veloförderung nahtlos ins Konzept. Mehr
Velofahren heisst doch ganz einfach: mehr Bewegung! Wenn Kinder sich
früh ans Velofahren gewöhnen, so bauen sie mehr Bewegung in
ihren Alltag ein. Dieser Bewegungszuwachs ist nachhaltig. Aktives Pedalen
hilft mit, die eigene Form im Griff zu halten. Nur – damit mehr
Menschen, Kinder und Erwachsene, aufs Velo umsteigen – dazu braucht
es eine gezielte Veloförderung!
Veloförderung auch in Wallisellen?
Am 7. Juni organisierte das Forum mit Erfolg den ersten Gratis-Hauslieferdienst.
Per Velokurier gelangten die Einkaufstaschen ans Domizil. Im Rahmen dieser
Aktion unter dem Motto : « Meh Velo z’Walliselle! » wurde
dem Gemeindepräsidenten ein Schreiben überreicht. Damit verbunden
war die Zusicherung des Forums, mit Freude an der Entwicklung aller erdenklichen
Velo-Aktivitäten mitzuwirken. Im Sinne einer Anregung listet der
Brief die folgenden Ideen auf:
- Bezeichnen und Beschildern der wichtigsten
Velo-Verbindungen in Wallisellen.
- Anschluss an die Velorouten der Nachbargemeinden.
- Beheben von offensichtlichen Schwachstellen
der Velosicherheit.
- Lancieren einer Kampagne: Erhöhen
der Bereitschaft, das Velo im Alltag zu benutzen. (Per Velo
ins Fussballtraining, an die Gemeinderatssitzung, zum Einkauf,
ins Kino)
- Prüfen der Einführung eines
Hauslieferdienstes ab Dorfzentrum.
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Die Antwort des Gemeinderates Noch vor den Sommerferien traf die Antwort
aus dem Gemeindehaus ein. Sie zeigt, dass die Anliegen des Forums beim
Gemeinderat auf offene Ohren gestossen sind. Als Erstes hat er die Sicherheitsvorsteherin
Barbara Neff beauftragt, in einem Ausschuss, in dem auch die Bauabteilung
Einsitz nimmt, die Bedürfnisse festzustellen und auf ihre Realisierbarkeit
hin zu prüfen. In einem nächsten Schritt wird der Gemeinderat
diesen Bericht diskutieren und über die nötigen Massnahmen
und Kredite entscheiden. Damit, so bleibt zu hoffen, ist auch in Wallisellen
die Veloförderung auf gutem Wege.
Noch eine Bitte: Liebe Leserinnen und Leser, falls Ihnen Schwachstellen
für Velofahrende in Wallisellen bekannt sind, mailen Sie dies bitte
an
info@forumprowallisellen.ch.
Peter Forrer (e)
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