Unsere Positionen
Auf dieser Seite finden Sie Berichte und Artikel, welche auch im Anzeiger
von Wallisellen publiziert wurden und unsere Positionen deutlich
machen. Weitere Texte finden Sie auf unseren Archivseiten.
«Wallisellen soll Familien stärken»
Wallisellen: Barbara Neff kandidiert für den Gemeinderat
Barbara Neff, Jahrgang 1952, stammt ursprünglich aus der Innerschweiz.
Ihre Schuljahre absolvierte sie in Stans, die kaufmännische Lehre
anschliessend in Luzern. Nach Abschluss der Ausbildung arbeitete sie
bei einer Grossbank und finanzierte sich von ihren Ersparnissen ein Auslandjahr
in Paris und England. Anschliessend arbeitete Barbara Neff bei der Swissair
zuerst als Flight Attendant, später in verschiedenen Führungsfunktionen
und als Ausbildungsverantwortliche. Zu ihren beruflichen Aufgaben gehörte
auch die Leitung des Betreuungsteams für das World Economic Forum
in Davos. Seit 1990 wohnt sie in Wallisellen, von 1996 bis 2002 war sie
in der Schulpflege tätig und bildete sich zur Personalfachfrau weiter.
Barbara Neff ist verheiratet und Mutter einer fünfzehnjährigen
Tochter.
Weshalb kandidieren Sie für den Gemeinderat?
Seit ich in
Wallisellen wohne habe ich mich in unserer Gemeinde engagiert, zum Beispiel
im Elternforum, im Verein Mittagstisch oder in der Schulpflege. Nun habe
ich Lust und Zeit, mehr politische Verantwortung zu übernehmen.
Zudem fühle ich mich voller Energie und Ideen, die ich in unseren
Gemeinderat einbringen möchte.
Was sind Ihre Absichten und Ziele
als Gemeinderätin?
Ich will mich dafür einsetzen, dass Wallisellen
eine der attraktivsten Gemeinden im Umkreis des Flughafens ist und bleibt.
Wallisellen galt schliesslich einmal als „Perle des Glattals“ und
diese soll es wieder werden. Dazu müssen wir einerseits erkennen
wo Probleme entstehen und diese rechtzeitig anpacken. Andererseits bieten
sich Wallisellen grosse Chancen, die es zu nutzen gilt. Ein sehr aktuelles
Problem, welches wir dringend angehen müssen, ist die Jugendarbeitslosigkeit.
Im Weiteren müssen die Sicherheit und das Zusammenleben der verschiedenen
Bevölkerungsgruppen verbessert werden. Schliesslich möchte
ich die Senioren vermehrt ins Gemeindeleben einbeziehen und von ihrer
Erfahrung profitieren Zu meinen wichtigsten Zielen gehört auch die
Stärkung der Familie.
Was verstehen Sie unter „Stärkung
der Familie“?
Zur Stärkung der Familie brauchen wir eine Familienpolitik,
die mehr umfasst als nur familienergänzende Einrichtungen. Familienpolitik
befasst sich mit allen Aspekten des Familienlebens, vom Kleinkind bis
zu den Grosseltern. Sie entwickelt und verändert sich mit den Phasen,
die eine Familie durchläuft. Wir müssen vermehrt niederschwellige
Unterstützungsnetzwerke für Familien aufbauen, zum Beispiel
für Eltern mit Kindern im Vorschulalter. Eine gute Familienpolitik
wird unsere Bevölkerungsstruktur verbessern und macht unsere Gemeinde
attraktiver: Ein familienpolitisches Engagement gilt heute als Standortvorteil
bei der Ansiedlung von Unternehmen.
Frau Neff, welches sind für
Sie Ihre hervorstechenden Eigenschaften?
Mir steht das Vermitteln von
kompromissfähigen Lösungen näher als das Polarisieren
und Provozieren. Ich verfüge über Führungs- und Exekutiverfahrung,
kann geduldig zuhören und auf Menschen eingehen. Ich kann aber auch
Teams für neue Ideen begeistern und diese speditiv umsetzen. Meine
künftigen Behördenkollegen werde ich mit Loyalität und
Leistung für eine gute Zusammenarbeit gewinnen.
Warum sollen die
Stimmbürgerin und der Stimmbürger Sie in den Gemeinderat wählen?
Ich denke, dass ich das bestehende Team gut ergänzen würde.
In den kommenden vier Jahren müssen genau dort Entscheidungen vorgenommen
und umgesetzt werden, wo meine grössten Erfahrungen und Kompetenzen
liegen: Nämlich in den Bereichen von Jugend, Alter, den Familien
und der Sicherheit. Ich bin unabhängig und kann auch die Zeit für
so ein anspruchsvolles Amt aufbringen.
Was würden Sie als Ihr bisher
politisch erfolgreichstes Projekt bezeichnen und wo mussten Sie einen
Misserfolg einstecken?
Ich habe verschiedene Projekte erfolgreich abgeschlossen.
Dazu zähle ich das neue Konzept für Schulsozialarbeit, die
Begabungsförderung in der Schule Wallisellen oder die Schaffung
des „Frauennetzes Wallisellen“. Nicht zufrieden bin ich mit
dem Zustand des Krippen- und Hortgebäudes. Dies ist ein sichtbares
Zeichen, dass die familienergänzenden Einrichtungen in Wallisellen
noch nicht auf dem Stand sind, den ich und viele andere anstreben.
Angenommen,
Sie werden in den Gemeinderat gewählt, wie sehen Sie Ihre politische
Laufbahn?
Für die kommenden acht Jahre ist der Gemeinderat mein
einziges Ziel. Ich möchte mich mit viel Energie und Ausdauer diesem
Amt widmen. Die einzige zusätzliche Laufbahn, mit der ich mich sonst
noch befasse, befindet sich im Hörnligraben: Ich möchte regelmässiger
joggen gehen, um mein Resultat am Walliseller Lauf zu verbessern.
Welches
Ressort würden Sie am liebsten übernehmen?
Nun, ich denke,
dass man als Newcomer keinen Anspruch auf eine bestimmte Aufgabe hat.
Was mich aber sehr reizen würde, wäre das neu geschaffene Ressort „Gesellschaft“,
denn dieses würde meinen Kompetenzen sehr entsprechen. Ich habe
aber breite Interessen und könnte mich mit allen Ressorts identifizieren.
Sicher wird bei der Verteilung eine gewisse Logik berücksichtigt,
das heisst, man wird darauf achten, welches Ressort zu wem passt.
Wie
lautet Ihre Botschaft an den Walliseller Bürger?
Eine Gemeinde ist
mehr als die Summe ihrer Einwohnerinnen und Einwohner. Sie soll eine
aktive Gemeinschaft bilden, in welcher sich möglichst alle als dazugehörig
fühlen dürfen. Jeder muss aber auch Verantwortung tragen und
einen aktiven Beitrag an die Gemeinschaft leisten. Eine Gemeinschaft
braucht Regeln und den Willen, sie durchzusetzen. Man darf in der Wohnbevölkerung
nicht nur den Kostenfaktor, Konsumenten und Steuerzahler sehen. Man muss
vor allem den Menschen sehen. Ich glaube fest an Wallisellen und sein
Potenzial als Wohngemeinde und Wirtschaftsstandort.
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